Venen: Venenleiden, Krampfadern, Varizen

Venenleiden, Krampfadern, VarizenEtwa 25 % aller Personen über 40 Jahre leiden an Krampfadern. Bei dieser häufig vorkommenden Erkrankung handelt es sich um eine Erweiterung und Schlängelung von oberflächlichen Beinvenen. Sie entstehen durch Wirkung der Schwerkraft, wodurch es infolge der Schlussunfähigkeit der Venenklappen zur Richtungsumkehr des Blutstromes (Reflux) in den betroffenen Venen kommt.

Ursache:
Krankheitsbegünstigende Faktoren sind familiäre Veranlagerung, vorwiegend stehende oder sitzende Tätigkeit, Bewegungsmangel, Übergewicht und Schwangerschaft.

Symptome:
Neben der kosmetischen Verunstaltung treten Symptome wie schwere, müde Beine, Schwellungen und nächtliche Krämpfe auf. Zu den schwerwiegenden Folgen zählen oberflächliche und tiefe Venenthrombosen mit entzündlichen Komplikationen, Unterschenkelgeschwüre oder Lungeninfarkte.

Untersuchungen:
Vor der chirurgischen Sanierung müssen Untersuchungen durchgeführt werden, die die Durchgängigkeit des tiefen Venensystems nachweisen. Dies erfolgt durch die Röntgenkontrastmitteluntersuchung (Phlebographie) und durch den Farbduplexultraschall. Letzterer dient, wie auch die Lichtreflexionsrheographie, zur Darstellung defekter, oberflächlich gelegener Venenbereiche.

Chirurgische Behandlung der Krampfadern
Der Eingriff wird in Vollnarkose oder Periduralanästhesie (Kreuzstich) durchgeführt. Unter der klassischen Varizenoperation ist die Entfernung der geschädigten Stammvene (Stripping) und varikös erweiterter Seitenäste zu verstehen.

Zusätzlich werden jene Venen unterbunden, die mit dem tiefen Venensystem in Verbindung stehen und für den Reflux verantwortlich sind.

KrampfadernVarikös erweiterte Seitenäste werden auf minichirurgischem Wege entfernt. Dabei werden die Venenäste mit zarten Häkchen über 1- 2 mm kleine Hautschnittchen herausgezogen und die kleinen Wunden mit Klebestreifen versorgt.

Der Vorteil von diesem Verfahren, das ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann, ist das gute kosmetische Ergebnis.

Die Behandlung oberflächlicher und zarter Krampfadern, sog. Besenreiser, erfolgt ambulant durch Sklerosierung mit einem Verödungsmittel oder mit Laser.

Neue Therapieverfahren:
Zur Behandlung funktionsunfähiger Stammvenen kommen neuerdings auch endoluminale Verfahren zum Einsatz. Dabei wird entweder eine Kälte- oder Hitzesonde bzw. ein Laser-Lichtleiter in die defekte Vene eingebracht. Es kommt dadurch zur Schrumpfung und nachfolgend zum Verschluß der Vene. Das Blut wird zu anderen Venen umgeleitet und die behandelte Vene vom Körper aufgelöst.

Die endoskopische Varizenoperation wird vor allem bei Patienten mit Hautschäden angewendet, die krampfaderbedingte Unterschenkelgeschwüre (Ulcus cruris) haben.

Krampfadern

Der Chirurg unterbindet die geschädigten Venen mit einem Operationsendoskop, in sicherer Entfernung vom geschädigten Hautareal. Auf diese Weise werden Wundheilungsstörungen vermieden.

Nachbehandlung:
Nach all diesen chirurgischen Maßnahmen sollen etwa 6 Wochen lang Kompressionsstrümpfe getragen werden.

Maßnahmen zur Verhinderung von Krampfadern:
Reichlich Bewegung, Stützstrümpfe, Wechselbäder und Vermeidung von Nikotin und Übergewicht.

Medikamente mit Rosskastanienextrakten wirken schützend auf die Venenwand.

Ordination 1080 Wien:

Beratung und Untersuchungen
Hamerlingplatz 10, 1080 Wien
Telefon & Fax: (01) 405 82 35

Ordinationszeiten:
Dienstag und Donnerstag 16.30–19.00 Uhr

und nach Vereinbarung

Ambulatorium Augarten:

Beratung und Untersuchungen
(endoskopische Unter-
suchungen), Gastroskopie,
Coloskopie-Vorsorge und
kleine chirurgische Eingriffe

(http://ambulatorium.com/)

Untere Augartenstr. 1–3,
1020 Wien,
T: (01) 330 34 68
F: (01) 330 68 91

Ordinationszeiten:
Montag 14.00–18.30 Uhr

und nach Vereinbarung