Leistengegend, Nabel: Hernien, Leistenbruch

Nabel, LeistenbruchHernien
sind Defekte des Körperweichteilmantels.
Häufig vorkommende Hernien sind: Leistenbruch (Inguinalhernie), Nabelbruch (Umbilicalhernie) und Narbenbruch (Hernia cicatricea).

Ursachen:
Neben angeborenen Hernien kommen als Ursachen Drucksteigerungen im Bauchraum z. B. durch das Heben schwerer Lasten und das Nachlassen der Gewebefestigkeit in Frage.

Nabel, Leistenbruch

Symptome:
Ziehende Schmerzen und Vorwölbungen der Bauchdecke im Bereich des Bruches.

Bei der Darmeinklemmung (inkarzerierte Hernie) kommt es infolge Behinderung der Stuhlpassage zu Erbrechen.

Untersuchungsmethoden:
Klinische Untersuchung, Kontrastmittelröntgen, Ultraschall (Sonographie), evtl. Computertomographie (CT)

Therapie:
Die Versorgung eines Bruches ist ausschließlich auf chirurgischem Wege möglich. Bei Einklemmung muß akut operiert werden. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose, Spinal- oder Lokalanästhesie.

Die traditionelle Leistenbruchoperation erfolgt durch einen Hautschnitt. Dabei wird die Bruchlücke entweder durch Nähte verschlossen (Shouldice) oder durch ein Kunststoffnetz (Lichtenstein) bzw. mit einem gefächerten Kunststoffpfropfen (Rutkow) abgedichtet.

Alternativ zu den offenen Operationsmethoden gibt es die Leistenbruchoperation mit dem Bauchspiegel (Laparoskopische Hernienreparation).

Leistenbruchoperation mit Hilfe des Bauchspiegels
Die Operation erfolgt in Vollnarkose. Drei Sonden werden über 5-10 mm große Hautschnitte in die Bauchhöhle eingebracht. Sie beherbergen die Staboptik mit angeschlossener Videokamera und die laparoskopischen Instrumente.

Anhand der übertragenen Kamerabilder entfernt der Operateur vom Bauchraum her den Bruchinhalt aus der Lücke in der Bauchdecke.

 Anschließend erfolgt die Abdeckung der Bruchlücke durch ein Kunststoffnetz. Es wird durch winzige Metallklammern an der innersten Schicht der Bauchdecke fixiert und das Bauchfell mit Nähten über dem Netz verschlossen. Nach Entfernung der Sonden werden die Hautdefekte kosmetisch versorgt.

Vorteile dieses Verfahrens sind der nur 3-4 Tage dauernde Aufenthalt im Krankenhaus, sportliche Betätigung bereits nach 1-2 Wochen und die seltene Wiederkehr des Bruches (1-2 %).

 

Ordination 1080 Wien:

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Beratung und Untersuchungen
(endoskopische Unter-
suchungen), Gastroskopie,
Coloskopie-Vorsorge und
kleine chirurgische Eingriffe

(http://ambulatorium.com/)

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1020 Wien,
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